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    Andacht

    Wer bin ich? – 01.12.2019
    von Frank


    Jesus sagt zu Petrus und Andreas, seinem Bruder:
    Kommt, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen!

    Matthäus 4, 19

    Wer bin ich? Bin ich der „Schreiber“? Bin ich Arzt, Fleischer, Professor, Pastor, Priester, Missionar, Nur-Hausfrau oder was? Wer bestimmt eigentlich, was wir sind und wer wir sind?
    Als Baby ist alles noch sehr einfach. Da haben die Menschen ein Baby lieb, einfach nur deshalb, weil es da ist. Es macht nur Arbeit, leistet nichts für andere, und ist dennoch der Liebling. In der Schulklasse war es ähnlich. Da gab es die „Lieblinge“, die eben überall beliebt waren, sogar wenn ihre Leistung bedenklich schlecht war. Und die alten Leute und Behinderten? Die bringen auch keine Leistung mehr, die einen ruhen sich auf ihrer früheren Leistung aus, und die anderen fallen (leistungsmäßig) nur zur Last.
    Wir Christen reden oft über unsere Berufung, und wenn jemand noch keine hat, wird intensiv danach gesucht. Es kommt mir vor, als ob das der Zweck des Christseins ist. Und wenn jemand berufen wird, dann meistens, – in Ermangelung von Alternativen – eben zum Pastor/Priester, Missionar, Evangelisten oder Mönch/Nonne.
    Und die vielen anderen? Verfehlen sie ihre Berufung oder haben sie versagt?
    Gott möchte uns freimachen von der Vorstellung, daß Er uns in eine Arbeit ruft. Da kommt dann ja das Joch der Knechtschaft schnell wieder, von dem Er uns eigentlich doch befreit hat. Da muß man wieder Leistung bringen und sich anstrengen und kann versagen. Der Druck ist hoch. Ob Gott zufrieden ist?
    Sieh mal nach, zu was Petrus berufen wurde: Jesus nachfolgen; – nicht mehr und nicht weniger. Aber nicht in einen Beruf, in eine Arbeit, sondern persönlich zum lebendigen HErrn. Und dann kommt es: Jesus sagt, Ich will dich zu …. machen. Nicht Petrus macht das, sondern Jesus, da kann Petrus ganz entspannt und in Ruhe abwarten, was Jesus mit seinem Leben macht.
    Diese Berufung hat jeder Christ: Folge Ihm nach! – und Er wird es machen. Also: Ganz entspannt sein, ganz Nachfolger Jesu sein, ganz eng mit Ihm zusammen sein, nicht auf Abstand bleiben, und dann sehen wir, was Jesus aus dieser Situation macht. Ihm ist das Zusammensein wichtiger als irgend eine „Arbeitswut“. Du bist jemand, den Er liebt. Du bist kein „Arbeiter“. Im Zusammensein mit Ihm kommt die Identität, wer du bist: Ein geliebter Mensch.

    Danke Jesus, Du hast Ja zu mir gesagt! Ich gehöre Dir!

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